Schweizer Cup: FCC – FC Wängi 5:4 n.P.
Überraschung im Schweizer Cup: FC Celerina bezwingt FC Wängi im Elfmeterschiessen
Im 1/16-Final des Schweizer Cups sorgte der FC Celerina für eine faustdicke Überraschung. Gegen den favorisierten FC Wängi, der eine Liga höher spielt, setzte sich das Heimteam nach einem dramatischen Elfmeterschiessen durch. Damit zog der FC Celerina ins Achtelfinale ein und feierte einen beachtlichen Erfolg.
Zu Beginn der Partie übernahm der FC Wängi, wie erwartet, die Kontrolle über das Spiel. Mit viel Ballbesitz drängten sie die Hausherren zurück, doch der FC Celerina setzte auf eine kompakte Abwehr und lauerte auf Konter. In der 10. Minute startete Celerina den ersten gefährlichen Vorstoss, doch der Abschluss war zu harmlos, um den Wängi-Keeper ernsthaft zu fordern.
Nur zwei Minuten später zeigte Wängi auf der anderen Seite seine Gefährlichkeit. Ein tückischer Weitschuss zwang Celerinas Torhüter Diego Carrajo zu einer starken Parade. Wängi blieb am Drücker und wurde in der 16. Minute belohnt: Mit schnellem Direktspiel überwand der Gast die Abwehrreihen, und der Stürmer traf nach präzisem Zuspiel zum 0:1. Carrajo war zwar noch am Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern.
Trotz des Rückstands hielt Celerina weiter an seiner Taktik fest. In der 20. Minute sorgte ein schneller Konter für Gefahr, doch der Angriff wurde durch ein Foul an der Strafraumkante gestoppt. Der anschließende Freistoss von Claudio Cadonau wurde vom Wängi-Torhüter zur Ecke geklärt, die jedoch nichts einbrachte. Kurz vor der Pause bot sich Celerina dann noch einmal eine vielversprechende Gelegenheit: Eine Flanke von Carlos Tejo fand den freistehenden Is Haka Juma Abdulla, dessen Kopfball knapp neben das Tor ging.
Mit dem knappen Rückstand zur Halbzeit durfte sich Celerina Hoffnung auf eine Überraschung machen. Die Defensive hielt stabil, und mit schnellen Kontern setzte das Heimteam immer wieder Nadelstiche.
Nach der Pause erhöhte Wängi den Druck, um die Vorentscheidung zu erzwingen. Ein Freistoss in der 46. Minute brachte Diego Carrajo erneut in Bedrängnis, doch der Torhüter konnte auch diese Situation klären. Mit zunehmender Spieldauer zeigten sich bei Wängi erste konditionelle Probleme, auch aufgrund der Höhenlage in Celerina.
Diese Schwäche nutzte Celerina in der 65. Minute eiskalt aus. Nach einem Fehler im Spielaufbau eroberte Carlos Tejo den Ball und spielte Youssef Loubadi frei, der vor dem Tor cool blieb und den vielumjubelten Ausgleich zum 1:1 erzielte.
Wängi versuchte sofort, wieder die Führung zu übernehmen, doch ein platzierter Weitschuss sowie der Nachschuss wurden von Carrajo glänzend pariert. In den verbleibenden Minuten verteidigte Celerina konsequent und rettete das Unentschieden in die Verlängerung, bevor es ins Elfmeterschiessen ging.
Im Elfmeterschiessen zeigte Celerina Nervenstärke. Während Diego Carrajo den ersten Versuch von Wängi parierte, verwandelten die ersten drei Schützen des Heimteams souverän. Der Druck auf Wängi stieg, und als der letzte Schütze den Ball über das Tor setzte, war die Sensation perfekt: Celerina zog ins Achtelfinale ein.
Dieser Erfolg wird in Celerina noch lange in Erinnerung bleiben, denn gegen den höherklassigen FC Wängi war ein Weiterkommen alles andere als sicher.
Für Celerina spielten: Diego Carrajo, Ahmed Abou El Na Ga, Gregor Steiner, Alexander Achtnich, Claudio Cadonau (c), Carlos Tejo, Joel Cabral, s Haka Juma Abdulla, Pedro Pereira, Pedro Cardoso, Tim Marti, Kilian Steiner, Luca Albasini, Youssef Loubadi