Geschichte des FC Celerina

Am 30. April 1950 fand im Hotel Murail in Celerina die Gründungsversammlung des FC Celerina statt. Als Initianten des FC Celerina wurden folgende Personen genannt:

  • Bordoli S.
  • Concenti Pierino
  • Gianella Domenico
  • Gurini Giacinto
  • Gurini Renzo
  • Mottini Elvezio
  • Schneider Heinrich
  • Stählin O.
  • Tondini Luciano

Im Laufe des Jahres schlossen sich noch weitere Personen an: Moder Rudolf, Mollet Hugo, Nadig Giachen, Nani Eugen, Signorell Corado und Svanosio Tulio. Als erster Präsident amtete Tondini Luciano und als Kassier Nadig Giachen.

Die erste ordentliche Generalversammlung des FC Celerina fand ein Jahr später am 28. April 1951 statt, welche den ersten Vorstand wählte:

FunktionName
PräsidentPadruot Secchi
AktuarRobert Borner
KassierUlisse Fontana
BeisitzerLuciano Tondini und Heinrich Schneider
Kapitän und MaterialverwalterDomenico Gianella
RevisorenMario Baracchi und Aldo Manella

Kurz nach der Gründung spielte der FCC sein erstes Spiel auf der Wiese neben dem San Gian-Hügel (4:2-Sieg gegen die AC Poschiavo). Der Platz wurde freundlicherweise von der Bürgergemeinde Celerina für CHF 50.00 pro Jahr zur Verfügung gestellt.

 

Am 23. September 1951 spielte der FC Celerina zum ersten Mal in den schwarz-weiss-gestreiften Trikots. Diese wurden von Dr. Carlo Bass gestiftet, der damals der grösste Gönner des Vereins war. Dr. Bass war in Turin (Italien) aufgewachsen und hatte die Trikots in den Farben seines Lieblingsvereins Juventus Turin ausgewählt.

Im gleichen Jahr wurde der Club offiziell Mitglied des Schweizerischen Fussballverbandes.

1. Mannschaften seit 1950

Im Jahr 1952 spielte der FC Celerina zum ersten Mal im Bündner Cup und erreichte auf Anhieb den Final, das jedoch verloren ging. In den folgenden Jahren schafften es die Engadiner immer wieder bis ins Endspiel, wo sie allerdings immer vom FC Chur geschlagen wurden. Am 29. September 1957 war es dann endlich soweit und der FCC gewann die begehrte Trophäe.

1962 startete der Verein auch in der 4. Liga-Meisterschaft des Schweizerischen Fussballverband (SFV). Am 1. August 1970 fand die Einweihung des neuen Fussballplatzes San Gian in Celerina statt mit einem Eröffnungsspiel zwischen den FC Zürich und den FC Lugano, das 0:0 endete.

Eröffnungsspiel San Gian FC Zürich gegen FC Lugano (1970)

Der erste grosse Erfolg des FC Celerina nach dem Gewinn des Bündner Cups 1957 kam 15 Jahre später als die Mannschaft in die 3. Liga aufstieg. Leider war es für die damalige Mannschaft zu schwer sich in der 3. Liga zu behaupten. Die klimatischen Verhältnisse, die geografische Lage und andere Schwierigkeiten bedeuteten im folgenden Jahr wieder die Relegation in die 4. Liga.

1975 wurde nebst der 1. Mannschaft auch eine Senioren-Mannschaft gegründet, die zum Teil aus den Spielern der Gründungsmannschaft bestand. Die Senioren-Mannschaft spielte keine Meisterschaft, sondern Freundschaftsspiele. In den 80er-Jahren begann Arthur Rüdisühli eine Juniorenbewegung aufzubauen. Zuvor organisierte er Schülerturnier auf San Gian.

Von 1981 bis 1994 hat der FCC das 3./4.-Liga-Turnier durchgeführt. Das Turnier war für viele Mannschaften wichtig, da es im Sommer vor Meisterschaftsbeginn stattfand und als optimale Vorbereitung für die neue Saison galt. Im Gegensatz zum Sommer-Turnier, organisiert der Verein ab 1989 sein eigenes Hallenfussballturnier in der Mehrzweckhalle Promulins in Samedan. Nach einer Umdenkphase in den Jahren 2002 und 2003 findet das Turnier immer noch statt und mobilisiert jährlich über 30 Mannschaften vom Unterland, vom Tessin und aus der ganzen Region Südbündens.

Im Jahr 2014 wurde das neue Clubhaus San Gian feierlich eingeweiht. Das Gebäude sollte ein einfacher Kubus werden, welches sich dem Felsen, der Kirche San Gian und dem Hügel unterordnet. Die Farbgebung sollte sich der Kirche und Friedhofsmauer anpassen. Das Dach wurde zu einer Negativform ausgebildet, somit konnten die Solarkollektoren unsichtbar in der Dachlandschaft integriert werden. Das geschlossene Volumen wird durch zwei grosse Öffnungen in Längsrichtung unterbrochen und erlauben somit einen Querdurchblick des Gebäudes. Um in den Fassaden keine weiteren grossen Öffnungen anbringen zu müssen, wurden Oblichter eingebaut. Im Erdgeschoss entstanden Restaurant, Küche, Speaker-Kabine und ein grosser, multifunktioneller Raum. Das Untergeschoss wird durch zwei Treppen und einen Längskorridor erschlossen. Dort befinden sich Garderoben, Duschen, Toilettenanlagen, Schiedsrichterraum sowie Technikräume. Die Duschen wurden mit Mosaikwänden versehen, welche sich farblich an den Deckenmalereien im Innern der Kirche San Gian orientieren. Mit Hilfe von Pixeln wurde ein neues Bild mit diesen Farben generiert. Ansonsten wurde das Innere des Gebäudes in schwarz und weiss gestaltet, nach dem Logo des Fussballclubs Celerina.