Schweizer Cup: FCC – FC Diepoldsau-Schmitten 0:4

Schweizer Cup: FCC – FC Diepoldsau-Schmitten 0:4

Sensation im Cup bleibt aus

Der FC Celerina stand im Sechzehntelfinale dem Drittligisten FC Diepoldsau auf heimischen Platz gegenüber. Der Drittligist reiste mit viel Selbstvertrauen aus den letzten Ligaspielen an.

Für den FC Celerina hiess es, nach einem sehr schlechtem Saisonstart, neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Trotz einer weniger guten Trainingsbeteiligung unter der Woche und auch vielen Absagen für das Spiel, konnte Trainer Kilian Steiner auf einen guten Kader zurückgreifen. Positiv zu erwähnen ist, dass Gregor Steiner nach einer langwierigen Muskelverletzung wieder trainieren konnte. Für den Abwehrchef kam ein Startelfeinsatz jedoch zu früh und so nahm er zuerst auf der Bank Platz.

Die Taktische Ausrichtung des FC Celerina war klar definiert: Hinten sicher und kompakt stehen, die Zweikämpfe gewinnen und immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen. Die ersten 25 Minuten ging dieser Plan auch sehr gut auf. Trotz klarer Feldüberlegenheit des Gegners warf sich der FCC in alle Zweikämpfe und stand hinten kompakt. Einige gute Aktionen gelangen auch nach vorne. Im Mittelfeld konnten die Bälle immer wieder gut gehalten und die schnellen Aussenspieler in Szene gesetzt werden. Leider fanden die Zuspiele jedoch keinen der Stürmer, so dass vor dem gegnerischen Tor kaum gefährliche Aktionen kreiert werden konnten. In der 25. Minute brach der bullige Stürmer des Drittligisten durch die Viererkette und konnte im Sechzehner nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Elfmeter! Der Gefoulte liess Torwart Gian Hartmann keine Chance und traf zum 0:1.

Jetzt war dem Gegner das Selbstvertrauen aus den letzten Spielen klar anzumerken und dieser erhöhte nach weiteren fünf Minuten auf 0:2. Diese beiden schnellen Gegenschläge waren dem FCC anzumerken. Zwar kämpfte man und nahm jeden Zweikampf beherzt an, jedoch wollte spielerisch nicht viel gelingen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kombinierte sich der FC Diepoldsau sehenswert auf der linken Seite durch und erhöhte auf 0:3.

In der Halbzeitpause wurden einige taktische Anpassungen vorgenommen und mit neuem Selbstvertrauen ob der verbesserten Leistung gegenüber den zurückliegenden Spielen, ging es wieder aufs Feld. Dies wirkte sich auch direkt positiv auf die Mannschaft aus. In der gesamten zweiten Hälfte sah man keinen grossartigen Klassenunterschied mehr. Der FC Celerina konnte nach gewonnenen Zweikämpfen die Bälle länger in den eigenen Reihen halten und somit auch den Gegner zu Defensivaktionen zwingen. Die Offensivspieler liefen immer wieder in die gefährlichen Räume und stifteten dadurch Unruhe in der gegnerischen Viererkette. Besonders Brando Lusso machte der Verteidigung durch seine Dribblings schwer zu schaffen, konnte jedoch immer wieder gestoppt werden oder den finalen Pass nicht zum Teamkollegen bringen. Durch die vermehrten Offensivbemühungen der Celeriner, ergaben sich jedoch auch Kontermöglichkeiten für den FC Diepoldsau. In der 78. Minute brach der schnelle Stürmer des Gegners erneut durch die Viererkette, legte im Sechzehner quer zu seinem Teamkollegen, der nur noch einschieben musste. 0:4.

Trotz der deutlichen Niederlage hat der Trainer des FC Celerina eine verbesserte Leistung gegenüber dem Ligaspiel gegen Davos gesehen. Auch die Fans feierten ihren FC Celerina.

Am nächsten Wochenende kehrt der Liga-Alltag wieder zurück. Der FC Celerina trifft im Derby gegen den ebenfalls noch punktlosen Valposchiavo Calcio 2. Dieses 6 Punktespiel muss der FC Celerina gewinnen, um dem Abstiegsgespenst etwas zu entkommen.