Schweizer Cup: FC Urnäsch – FCC 7:6 n.E.
Celerina verpasst Einzug in nächste Runde dramatisch
Trotz starker Leistung, zahlreicher Chancen und einer zwischenzeitlichen Führung unterlagen die Engadiner dem FC Urnäsch im Elfmeterschiessen mit 7:6 n.E. (4:4).
Die Partie begann mit hohem Tempo. Bereits nach zwei Minuten setzte Celerina das erste Ausrufezeichen: Sebastian Pfäffli spielte einen präzisen langen Ball in den Lauf von Mirko Paulangelo, doch dessen Abschluss geriet zu schwach und stellte den Urnäsch-Torhüter vor keine Probleme. Die Gastgeber meldeten sich in der 6. Minute erstmals gefährlich zu Wort, als Diego Carrajo im Celerina-Tor einen Schuss aus kurzer Distanz stark parierte.
Nach einer halben Stunde ging Urnäsch in Führung. Ein Angriff über die linke Seite endete mit einer flachen Hereingabe, die am zweiten Pfosten einen Abnehmer fand – 1:0. Celerina blieb jedoch unbeeindruckt und kam kurz vor der Pause zum Ausgleich: Claudio Cadonau schlug einen weiten Ball auf Samuel Ikpefan, der per Kopf auf Stefan Christeler ablegte. Dieser setzte sich im Kopfballduell durch und traf zum 1:1.
Der zweite Durchgang begann furios für die Gäste. In der 55. Minute eroberte Celerina im Mittelfeld den Ball, ein kurzer Haken, und dann ein fulminanter Distanzschuss aus 25 Metern direkt in den rechten Winkel – Traumtor durch Carlos Tejo und 1:2. Die Freude währte jedoch nur kurz: Drei Minuten später entschied der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Strafraum trotz Protesten auf Penalty für Urnäsch. Die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt und verwandelten den fälligen Elfmeter sicher zum 2:2.
Celerina liess sich nicht beirren und legte erneut vor. Nach einem Eckball von der linken Seite stieg Giuliano Colja am höchsten und köpfte zum 2:3 ein. Doch erneut kam Urnäsch zurück – ein weiter Abschlag des Torhüters segelte über die Abwehr hinweg, und der Stürmer der Gastgeber nutzte die Chance zum 3:3 in der 70. Minute.
Die Schlussphase hatte es in sich. In der 80. Minute legte Stefan mustergültig für David Duarte auf, dessen Abschluss jedoch geblockt wurde. Drei Minuten später zwang Celso Nogueira den Urnäsch-Keeper zu einer Glanzparade. Dann die vermeintliche Entscheidung: In der 85. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Handspiel im Strafraum auf den Punkt. Sebastian Pfäffli übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt zum 3:4.
Doch in der Nachspielzeit kam der Schock für Celerina. Ein hoher Freistoss segelte in den Strafraum, die Situation konnte nicht geklärt werden, und nach mehreren Abprallern köpfte ein Urnäsch-Spieler zum 4:4-Ausgleich ein (90+5’).
Im anschliessenden Penaltyschiessen bewiesen die Gastgeber die besseren Nerven. Urnäsch traf drei seiner fünf Versuche, während Celerina nur zweimal erfolgreich war.
Damit endet die Cup-Reise für den FC Celerina unglücklich, aber mit erhobenem Haupt – nach einem Spiel, das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war. Für den FC Celerina gilt es nun diese Niederlage schnell zu verarbeiten, da es am kommenden Wochenende auswärts gegen den FC Ems um die ersten Punkte in der Meisterschaft geht.
Für den FC Celerina spielten:
Diego Carrajo, Patrick Staub, Claudio Cadonau, Sebastian Pfäffli, Linard Peer, Carlos Tejo, Stefan Christeler, Fabrizio Forcella, Celso Nogueira, Rodrigo Pereira, Mirko Paulangelo, Federico Fanconi, Giuliano Colja, David Duarte, Samuel Ikpefan, Emmanuel Agbike