Schweizer Cup: FC Eschlikon – FCC 0:1
Die Cup-Reise geht weiter
Eine Woche nach dem sensationellen Sieg des FC Celerina gegen den oberklassigen FC Rorschach-Goldach in der ersten Runde des Schweizer Cups stand die nächste Hürde in diesem Wettbewerb an. Am vergangenen Sonntag reiste die Mannschaft von Trainer Carlos Amado zum FC Eschlikon, der ebenfalls in der vierten Liga anzusiedeln ist. Unter diesem Vorzeichen war ein Spiel auf Augenhöhe mit dem Gegner zu erwarten.
In den ersten Minuten mussten sich die Spieler noch an die hitzigen Temperaturen und den trockenen Rasen gewöhnen. So folgte die erste Chance erst nach einer Viertelstunde und einem langen Ball von Aussenverteidiger Mustafa Jusufi auf Stürmer Carlos Tejo, der den Ball allerdings nicht am gegnerischen Torhüter vorbeischieben konnte. Allmählich nahmen die Celeriner das Spieldiktat in die eigene Hand. Vorwiegend über die Flügel versuchten sie den Torerfolg herbeizuführen. Die nächste grosse Möglichkeit hatten sie dann allerdings nach einem Standard, als Gregor Steiner nach einem Freistoss am höchsten stieg und knapp über die Latte köpfte. Anschliessend kam auch Gastgeber Eschlikon zu einer ersten gefährlichen Szene, die von der FCC-Defensive zum Eckball geklärt werden konnte. Nach 34 Minuten wäre das erste Tor für die Celeriner fällig gewesen. Zuerst schloss Tobias Moreno aus bester Position ab. Der gegnerische Abwehrspieler konnte sich im letzten Moment gerade noch in den Schuss werfen. Der Abpraller landete bei André Magalhaes, welcher wieder abzog und seinen Abschluss von einem FCE-Verteidiger auf der Linie noch pariert sah. Beim anschliessenden Eckball konnte Tomas Ferreiro für die Celeriner erneut beinahe einnicken.
Nach dem Seitenwechsel ging es im selben Stil weiter. Tobias Moreno setzte kurz nach Wiederanpfiff einen Gewaltsschuss an die Latte, von wo aus der Ball auf die Linie und wieder zurück ins Spiel prallte. Die Gäste aus dem Engadin standen jetzt höher und wollten den Führungstreffer unbedingt. Dies eröffnete den Eschlikern dann auch die eine oder andere Möglichkeit, die aber ungefährlich blieben. Nach 70 Minuten wurde Joker Gafur Jusufi auf Celeriner Seite schön lanciert, schaffte es allerdings nicht den FCE-Goalie zu düpieren. Zehn Minuten später kam erneut Tobias Moreno zu einer Chance. Sein Volley aus spitzem Winkel flog übers Tor. Nun wurde die Zeit für den FC Celerina langsam knapp. Sie wollten den Sieg unbedingt über die reguläre Spielzeit holen und ein Elfmeterschiessen mit allen Mitteln verhindern. Immer mehr setzten sie sich in der Eschliker Spielhälfte fest, ein Treffer wollte und wollte jedoch nicht gelingen. Die Ungeduld war dem Spiel durch zunehmende Fouls und Diskussionen anzumerken. In der 89. Minute folgte dann die Erlösung auf etwas kuriose Weise. Carlos Tejo konnte nach einem Zweikampf vor dem Eschliker Sechszehner gerade noch per «Spitzguge» abschliessen. Der Ball prallte an den Pfosten und von da aus an den Eschliker Schlussmann, der ihn allerdings nicht richtig in die Hände bekam und schliesslich im eigenen Tor unterbrachte. Das kümmerte die Celeriner allerdings wenig. Sie freuten sich riesig über den längst überfälligen Führungstreffer. Der FC Eschlikon warf im Anschluss alles nach vorne und es wurde nach einem letzten Standard noch einmal hektisch im Celeriner Strafraum. Als der Schiedsrichter die Partie danach abpfiff, konnte der FCC endlich durchatmen und sich von den angereisten Fans feiern lassen.
Mit diesem späten Sieg löst der FC Celerina das Ticket für die 1/16-Finals der Vorrunde des Schweizer Cups. Gebannt wird nun die Auslosung des nächsten Gegners abgewartet, bevor am kommenden Sonntag, 23. August, um 14:00 auf dem Fussballplatz San Gian mit dem ersten Heimspiel gegen den FC Bonaduz der Meisterschaftsstart der neuen Saison 20/21 eingeläutet wird.
Tore:
0:1 Carlos Tejo (89. Min.)
Kader:
Diego Carrajo, Aitor Echehipia, Gregor Steiner, Thomas Ferreiro, Mustafa Jusufi, Jeronimo Simmermacher, Andre Magalhaes, Manuel Bertogg, Patrick Barros, Carlos Tejo, Tobias Moreno, Kilian Steiner, Fabrizio Forcella, Gafur Jusufi, Conradin Friedrich, Andri Sutter.