Frauen: FCC – FC Werdenberg 1:5

Frauen: FCC – FC Werdenberg 1:5

Heimniederlage gegen Aufstiegskandidatinnen

Der FC Celerina musste leider nochmals sein Heimspiel aufgrund der Platzsperrung in Celerina in Samedan austragen, doch statt Heimvorteil wartete ein Nachmittag, der von Beginn an nach harter Arbeit roch.

Am Ende stand eine deutliche 1:5-Niederlage gegen den FC Werdenberg, ein Resultat, das den Spielverlauf leider ziemlich genau widerspiegelte. Und trotzdem: Celerina zeigte immer wieder Szenen, die Mut machen.

Schon früh wurde klar, dass es kein Spiel für Feinschmecker werden würde. Die Partie war hektisch, geprägt von vielen hohen Bällen und schnellen Umschaltmomenten. Bereits nach rund drei Minuten tauchte Werdenberg erstmals gefährlich vor dem Tor auf. Ein erstes Warnsignal. Celerina brauchte kurz, fand dann aber besser ins Spiel und konnte die Partie bis etwa zur 11. Minute phasenweise kontrollieren. Der erste Eckball in der 12. Minute unterstrich, dass man durchaus mitspielen wollte. Doch nur eine Minute später folgte der erste Dämpfer: In der 13. Minute nutzte Werdenberg eine Unstimmigkeit konsequent aus und traf zum 0:1. Ein Gegentor, das sinnbildlich war, denn gerade in den entscheidenden Momenten fehlte Celerina die klare Kommunikation auf dem Platz.

Kurz darauf wurde es noch bitterer: In der 17. Minute verletzte sich die Torhüterin des FC Celerina am Rücken (Prellung). Das Spiel musste kurz unterbrochen werden und an dieser Stelle wünscht das ganze Team weiterhin gute Besserung. Der Zwischenfall brachte zusätzliche Unruhe in ein ohnehin nervöses Spiel. Trotzdem zeigte Celerina Moral. Man arbeitete sich wieder nach vorne, kämpfte weiter und kam in der 30. Minute nach einem Eckball zu einer guten Kopfballchance. Doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. So blieb es zur Pause beim knappen Rückstand. Nach drei Minuten Nachspielzeit ging es mit einem 0:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Werdenberg den besseren Start und erhöhte in der 50. Minute auf 0:2. Celerina versuchte dagegenzuhalten, doch die Partie blieb zerfahren. Viele lange Bälle, viel Hektik, kaum Ruhe im Aufbau und genau in diesen Momenten fehlte oft die Abstimmung, besonders wenn es schnell gehen musste. Trotzdem gab sich Celerina nicht auf. In der 53. Minute wurde ein schöner Angriff über das Mittelfeld herausgespielt, der Abschluss war gut, doch die gegnerische Torhüterin konnte den Ball halten. Es war einer dieser Momente, in denen man spürte: Wenn Celerina es schafft, ruhig zu bleiben, kann man Werdenberg durchaus gefährlich werden. Und dann kam die 66. Minute, der Moment, der kurz Hoffnung entfachte. Ein Freistoss von Celerina klatschte an die Latte, der Ball sprang zurück ins Feld, Celerina schaltete am schnellsten und verwertete den Nachschuss zum 1:2-Anschlusstreffer. Auf einmal war wieder Leben im Spiel. Plötzlich war da wieder dieser Gedanke: Vielleicht geht doch noch etwas.

Doch die Freude hielt nicht lange. Werdenberg reagierte sofort und stellte nur zwei Minuten später in der 68. Minute auf 1:3. Wieder war es eine Szene, in der Celerina kurz die Ordnung verlor und die Abstimmung fehlte. Celerina kämpfte weiter. In der 72. Minute wurde nochmals gut kombiniert, die Stürmerin kam zum Abschluss, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Und während Celerina weiter rannte, verteidigte und nach vorne spielte, blieb Werdenberg brutal effizient. In der Schlussphase machte der Gast endgültig alles klar: In der 83. Minute fiel das 1:4, in der 88. Minute sogar noch das 1:5. Spätestens da war klar: Heute war Werdenberg nicht nur effektiver, sondern auch abgeklärter und in den entscheidenden Momenten besser organisiert.

Am Ende bleibt eine bittere Niederlage, die leider verdient war. Das Spiel war über weite Strecken hektisch, geprägt von hohen Bällen und vielen unruhigen Phasen und genau dort wurde deutlich, wie sehr Celerina die klare Kommunikation fehlte. Wenn Abstände nicht stimmen, wenn Zuordnungen fehlen und wenn Kommandos nicht kommen, wird es gegen einen Gegner wie Werdenberg schwierig. Trotz der Niederlage zeigte Celerina zwischendurch gute Spielzüge, kämpfte bis zum Schluss und konnte mit dem einen Treffer zeigen, dass Celerina jederzeit gefährlich sein kann. Nun gilt es, diese Partie als harte Lektion wahrzunehmen und im Training vor allem an Kommunikation und Ordnung zu arbeiten, um künftig stabiler aufzutreten.

Durch diese Niederlage rutscht der FC Celerina in der Tabelle vom 4. auf den 5. Platz ab. Weiter geht es am 25. Mai auswärts gegen den FC Altstätten, der direkt dahinter auf Rang 6 liegt. Damit wartet bereits das nächste wichtige Duell im engen Tabellenmittelfeld.