4. Liga: FC Davos – FCC 1:0
Selbstverschuldete Niederlage gegen den FC Davos
Im Saisonendspurt empfing der FC Davos den FC Celerina. Während es für die Davoser um nichts mehr ging, kämpfen die Engadiner nach wie vor gegen den Abstieg.
Bei sommerlichen Temperaturen begann das Spiel eher gemächlich, ehe Davos in der siebten Minute, nach einer präzisen Flanke auf den zweiten Pfosten, die erste gute Gelegenheit hatte. Der Kopfball aus kurzer Distanz wurde jedoch von Torhüter Diego Carrajo mit einem herausragenden Reflex gehalten. In den ersten 20 Minuten war das Spiel sehr ausgeglichen und fand hauptsächlich im Mittelfeld statt. Auf dem schwierig zu bespielenden Kunstrasenplatz kam es zu vielen Fehlpässen und vor allem die Gäste versuchten sich noch zurecht zu finden und ihr Spiel aufzuziehen. So war es wieder der FC Davos, welcher nach einer erneuten Flanke zu einer nächsten Möglichkeit kam. Auch in der 29. Minute kombinierte sich Davos gut über die linke Angriffsseite, aber der Abschluss wurde geblockt und verfehlte das Tor knapp. Kurz vor der Halbzeitpause erhielt Celerina einen Freistoss aus etwa 35 Metern, den Carlos Tejo jedoch zu zentral auf den Torhüter brachte. In der ersten Halbzeit zeigten beide Mannschaften kein gutes Spiel, wobei Celerina fussballerisch etwas besser war. Dennoch konnte sich Celerina keine nennenswerten Torchancen herausspielen, während Davos sich auf die Verteidigung konzentrierte und mit langen Bällen in die Spitze sein Glück suchte.
Kurz nach dem Wiederanpfiff prüfte Joel Bassin den gegnerischen Torhüter mit einem Schuss, den dieser jedoch zur Ecke abwehren konnte. Der anschliessende Eckball von Patrick Barros fand den Kopf von Gregor Steiner, dessen Kopfball jedoch über das gegnerische Tor ging. In der 56. Minute lief Patrick Barros in die Tiefe und wurde mit einem perfekt gespielten langen Pass bedient. Er konnte den Ball kontrollieren und über den herausstürmenden Torhüter chippen, aber ein Davoser Verteidiger schaffte es noch, den Ball von der Linie zu kratzen. Der FC Celerina schien nun in der Partie angekommen zu sein und erarbeitete sich einige vielversprechende Offensivaktionen. Diese waren jedoch allesamt nicht von Erfolg gekrönt, da entweder der letzte Pass zu ungenau oder der Abschluss zu harmlos war. Davos setzte weiterhin auf lange Bälle, sich bietende Kontermöglichkeiten oder Standardsituationen. Bei einem Davoser Konter konnte Gregor Steiner in letzter Sekunde den Abschluss des Stürmers gerade noch mit einer Grätsche blocken. Einer der Davoser Freistösse wurde durch einen eigenen Spieler auf das Tor von Diego Carrajo gelenkt. Er behielt jedoch den Überblick und konnte den Ball schlussendlich problemlos festhalten. In der 72. Minute ereignete sich auf der Gegenseite eine ähnliche Situation. Der scharf getretene Freistoss von Carlos Tejo wurde ebenfalls noch abgelenkt und zwang den Davoser Torhüter zu einer starken Parade. Auch vier Minuten später hatte Tejo das Glück leider nicht auf seiner Seite. Sein strammer Schuss aus 30 Metern war etwas zu genau, sodass der Ball wuchtig an die Latte prallte. Den Abpraller konnte der Torhüter anschliessend fangen.
Celerina hatte mehr und bessere Chancen, schaffte es jedoch nicht diese in zählbares, sprich Tore umzumünzen. In der 94. Minute kam es zu einem Missverständnis zwischen Verteidiger und Torhüter in der Hintermannschaft von Celerina. Ein Davos Stürmer erfasste die Situation blitzschnell, sprang dazwischen und blieb vor Torhüter Diego Carrajo cool. Er schob den Ball zum unverdienten 1:0 für den FC Davos ein. Celerina versuchte nochmals alles nach vorne zu werfen, was jedoch nicht mehr richtig gelang. Es war ein hart umkämpftes und verkrampftes Spiel, bei dem Celerina zwar die bessere Mannschaft war, jedoch auch nicht restlos überzeugen konnte.
Somit ist für den FC Celerina die Mission Klassenerhalt noch nicht geschafft. Im letzten Heimspiel gegen den US Schluein/Ilanz am kommenden Samstag, 3. Juni um 18 Uhr wollen die Engadiner wieder ein anderes Gesicht zeigen und wichtige Punkte gewinnen. Dabei hofft der FC Celerina auf zahlreiche Zuschauer.
Für Celerina spielten: Diego Carrajo, Maximilian Braun, Andrin Knellwolf, Peter Evans, Claudio Cadonau (c), Carlos Tejo, Joel Cabral, Matthew Snell, Nanes Schlegel, Pedro Pereira, Patrick Barros, Martim Troncho, Luca Melcarne, Leslie Coughlan, Aronne Beti, Gregor Steiner, Joel Bassin