Alles Gute Marco!

Alles Gute Marco!

Der FC Celerina verabschiedet Marco Jola

Anlässlich des FCC-Vereinstags vom letzten Samstag ging eine 22-jährige aktive Mitgliedschaft zu Ende. Im Jahr 1998 ist Marco Jola zum FC Celerina gestossen und hat den Verein stark geprägt. Am Anfang seiner FCC-Karriere hat er die Arbeit als Platzwart ehrenamtlich übernommen. Damals befand sich der Fussballplatz in einem massiv schlechteren Zustand. In seiner Freizeit hat Marco den Platz gemäht und gepflegt bis er zum schönsten Fussballrasen der Alpen wurde. In einer Leserumfrage von „20 Minuten“ vom April 2019 wurde der Fussballplatz San Gian sogar als zweit-schönster Fussballplatz der Schweiz gekürt.

Glücklicherweise wurden die Platzarbeiten von der Gemeinde Celerina übernommen. Das Schöne war, dass Marco den Platz weiterhin pflegen durfte, jedoch diesmal als Angestellter. Durch die gewonnene Freizeit hat Marco aber ein weiteres Ehrenamt übernommen und zwar als Trainer der G-Junioren (5-/6-jährige Junioren). Damit begann eine beispiellose Trainerkarriere, in der er alle Junioren-Kategorien durchtrainierte bis er vor fünf Jahren das Amt als Trainer der 1. Mannschaft übernahm.

Dank einem Mix aus Ehrgeiz, Disziplin und Spass formte er Jahr für Jahr erfolgreiche Teams. Doch auch das Fairplay wurde bei ihm gross geschrieben. Seine Teams gewannen zahlreiche Fairplay-Wertungen des Ostschweizer Fussballverbands. Als erster FCC-Juniorentrainer schaffte es Marco in der Promotion-Kategorie zu spielen – notabene: mit einer Mannschaft, die sechs Monate im Jahr in der Halle trainieren musste. Die Gegner aus der ganzen Ostschweiz haben neidisch nach Celerina geschaut. Die Engadiner waren nicht nur in den Wintersportarten besser, sondern auch im Fussball. Auch als Trainer der 1. Mannschaft erreichte er Top-Resultate mit zwei inoffiziellen Wintermeistertitel und vier mal hintereinander den 2. Schlussrang. Das Team spielte den schönsten und besten Fussball in der Liga. Leider ist ihm und den Spielern der Aufstieg in die 3. Liga verwehrt geblieben. Das ist eines der wenigen Ziele, die Marco nicht erreichen konnte.

Da durch die Corona-Pandemie die Meisterschaft abgesagt wurde, konnte Marco seine Karriere als FCC-Trainer nicht wie verdient anlässlich eines Ernstkampfes abschliessen. Am Vereinstag wurde deswegen ein Freundschaftsspiel zwischen aktuellen und ehemaligen Spielern organisiert, die Marco während seiner Trainerlaufbahn trainierte. Damit konnte Marco seine Jungs ein letztes Mal an der Seitenlinie coachen.

Nach 22 Jahren verlassen Marco und seine Frau Bigi das Engadin und den FC Celerina. Sie starten einen neuen Lebensabschnitt in der Bündner Herrschaft (Maienfeld). Der FC Celerina bedankt sich herzlich für das enorme Engagement für den Verein und wünscht alles Gute für die Zukunft!

Kommentare sind geschlossen.